Impulse für einen zukunftsorientierten MINT-Unterricht | 18.-19.05.2026

Welche Kompetenzen brauchen Schüler:innen in einer zunehmend digitalen und technologisierten Gesellschaft? Und wie kann Schule diese jungen Menschen bestmöglich auf die Arbeitswelt von morgen vorbereiten?  

Genau mit diesen Fragen beschäftigten sich Teilnehmer:innen der 3. Fachtagung MINT-Mittelschule. Unter dem Leitthema “MINT - Berufe der Zukunft” lud die Pädagogische Hochschule Kärnten gemeinsam mit den Praxisvolksschulen Expert:innen, Lehrer:innen und Vertreter:innen aus der Wirtschaft ins Educational Lab im Lakeside Science and Technology Parks ein. Im Mittelpunkt der zweitägigen Tagung standen die Weiterentwicklung des MINT-Unterrichts sowie die bisherigen Erfolge und Perspektiven.

Bereits vor offiziellem Beginn der Tagung konnten sich die rund 60 Teilnehmer:innen bei der MINT-Messe einstimmen und die Resultate des MINT-Unterrichts live miterleben.  

 

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Spannende Keynotes und Besichtigung

Zum Start der Veranstaltung betonte Heimo Senger vom IMST-Leitungsteam die zentrale Rolle von Lehrpersonen als Innovator:innen. Voneinander zu lernen, miteinander zu arbeiten und gemeinsam ins Tun kommen sollte die restliche Tagung bestimmen. Doris Arztmann vom Bundesministerium für Bildung dankte den teilnehmenden Schulen und Lehrpersonen des Schulversuchs MINT für ihr bisheriges Engagement, auch in der Evaluierung – sie blickt zuversichtlich auf die geplante Überführung in den Regelbetrieb.

Einen spannenden Einblick in die Arbeitswelt der Zukunft bot der Vortrag von Peter Strutzmann von der LAM Research AG. Das international tätige Unternehmen entwickelt hochspezialisierte Maschinen für die Halbleiterindustrie – eine Schlüsseltechnologie unserer Zeit. Besonders eindrucksvoll war seine Botschaft an die Lehrpersonen, nicht mehr in Berufstitel, sondern in „Skill Cluster“ zu denken. Gerade MINT-Berufe würden unterschiedlichste Talente benötigen: von Softwareentwicklung über Elektronik, Qualitätssicherung und Produktion bis hin zu Forschung und Testing. Dafür brauche es Schulen und Lehrkräfte, die frühzeitig Interesse wecken und den „Samen für Innovation“ setzen.

Eben diese Arbeitsfelder der Zukunft durften die Teilnehmenden im Anschluss gleich praktisch erleben: Silvia Seebacher-Prokop vom Educational Lab führte durch die Forschungslabore des JOANNEUM RESEARCH. Ein weiteres Highlight des Tages: die musikalischen Darbietungen der Schüler:innen der Praxismittelschule.

 

Workshops aus der Praxis

Nach einer Keynote von IMST-Leiter Konrad Krainer über die Entwicklung des IMST und des MINT-Schulversuchs, stand der zweite Tag ganz im Zeichen der Praxis. Lehrer:innen der Kärntner Mittelschulen (Obervellach, Ferlach, Gegendtal, Straßburg, St.Marein, Klagenfurt, St.Paul und Völkermarkt) brachten ein buntes Programm an praxisnahen Workshops mit, aus denen die Teilnehmer:innen frei wählen konnten: Vom analogen Programmieren, Videoschnitt mit KI oder mobilen Forschungslaboren bis zur Vermittlung von Themen wie dem Sonnensystem und ‘Outdoor’ Tierbauten.

Die Workshops verdeutlichten einmal mehr, wie vielfältig und lebendig moderner MINT-Unterricht gestaltet werden kann, und boten vielfältige Möglichkeiten zum fachlichen und kollegialen Austausch. Besonders geschätzt wurden die praxisnahen Good-Practice-Beispiele und Unterrichtskonzepte, die leicht im eigenen Schulalltag umgesetzt werden können. Gleichzeitig entstanden neue Ideen für schulübergreifende Kooperationen und innovative Unterrichtsprojekte.

Beim abschließenden gemeinsamen Ausklang und der Reflexion wurde deutlich: Die MINT-Initiative in Kärnten hat in den vergangenen Jahren wichtige Impulse gesetzt. Die enge Zusammenarbeit von Schulen, Hochschulen, Bildungsinstitutionen und Unternehmen zeigt bereits sichtbare Erfolge und eröffnet neue Perspektiven für einen modernen, zukunftsorientierten Unterricht. Die Tagung machte eindrucksvoll sichtbar, welches Potenzial im MINT-Unterricht steckt – für Schulen, für die Wirtschaft und vor allem für die Fachkräfte von morgen. 

 

Im Rahmen der Tagung wurde zudem der zweite Durchgang des Hochschullehrgangs (HLG) MINT angekündigt. Interessierte Lehrpersonen haben noch bis zum 17. Juli die Möglichkeit, sich für die Teilnahme anzumelden und sich damit gezielt für einen innovativen und praxisorientierten MINT-Unterricht weiterzubilden.

Die Planung, Organisation und Durchführung der 3. MINT-Fachtagung lagen bei Roman Brabec und Bernhard Schmölzer von der Pädagogischen Hochschule Kärnten. Über 60 MINT-Lehrpersonen aus ganz Österreich nutzten die Veranstaltung für Austausch, Vernetzung und gemeinsame Weiterentwicklung des MINT-Unterrichts.

 

 

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Fotokennung Titelbild: Julia Braunecker
Fotokennung Bildergalerie: PHK/Obmann