Außenräume gezielt als Lernort nutzen

MINT draußen lernen: Wenn die Umgebung zum Klassenzimmer wird

Ein Baum wird zum Untersuchungsobjekt, der Schulhof zum Experimentierfeld und die Natur zur Inspirationsquelle für Mathematik und Naturwissenschaften. Im Rahmen der Vertiefung „MINT draußen lernen“ entdecken Studierende des 5. Semesters im Bachelorstudium Lehramt Primarstufe, wie vielfältig Unterricht außerhalb des Klassenzimmers gestaltet werden kann.

In der Vertiefung „MINT draußen lernen“ setzen sich Studierende des 5. Semesters im Bachelorstudium Lehramt Primarstufe damit auseinander, wie sich Außenräume gezielt als Lernorte nutzen lassen. Dabei geht es nicht einfach darum, den gewohnten Unterricht nach draußen zu verlegen. Entscheidend ist vielmehr, die Möglichkeiten des jeweiligen Ortes gezielt für den Lernprozess zu nutzen und die Umgebung bewusst in den Unterricht einzubeziehen. Denn draußen gibt es viel zu entdecken, zu beobachten, zu messen und auszuprobieren. Ob mathematische Strukturen, Naturphänomene oder technische Gestaltung: Die unmittelbare Begegnung mit der Umwelt eröffnet vielfältige Möglichkeiten für forschendes und entdeckendes Lernen.

Studierende lernen, fächerübergreifende MINT-Projekte für die Volksschule zu planen und umzusetzen. Sie entwickeln und gestalten Aufgaben, die Kinder zum Forschen, Fragenstellen und Entdecken anregen, und beschäftigen sich damit, wie Lernprozesse begleitet, dokumentiert und reflektiert werden können. Die Vertiefung verbindet dafür unterschiedliche Bereiche: von Mathematik und informatischem Denken über naturwissenschaftliches Entdecken bis hin zu Technik und Design. Gleichzeitig eröffnet das Lernen im Freien Möglichkeiten, Umweltbewusstsein, nachhaltiges Denken, Bewegung und Gesundheit zu fördern. So entstehen Lerngelegenheiten, die fachliches Wissen mit unmittelbaren Erfahrungen verbinden.

Begleitet werden die Lehrveranstaltungen von Claudia Taurer-Zeiner, Tanja Lobnig und Gernot Glas, die die Studierenden dabei unterstützen, Draußenlernen didaktisch fundiert und praxisnah für den zukünftigen Unterricht zu gestalten. Die ersten Einblicke zeigen bereits, wie vielfältig Lernen außerhalb des Klassenzimmers sein kann – und wie viel Potenzial in der Umgebung steckt, wenn man sie als Lernraum begreift.

 

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Fotokennung: PHK/ Kröll