Beitrag zur Internationalen Konferenz „Ethnography of Silence(s)“

Wie lässt sich „Schweigen“ ethnographisch erforschen? Mit dieser Frage beschäftigte sich die internationale Konferenz „Ethnography of Silence(s)“, die vom 1. bis 3. September 2026 an der Faculty of Humanities der University of Primorska in Koper/Capodistria stattfand.  Im Mittelpunkt standen unterschiedliche Formen des Schweigens und ihre Bedeutung für Erinnerung, Trauma, Konflikte, Minderheiten und gesellschaftliche Machtverhältnisse. Zugleich ging es um die Möglichkeiten, durch neue Formen des Erinnerns, Widerstands und der Verständigung bisher marginalisierte oder verdrängte Geschichten sichtbar zu machen.

Auch Daniel Wutti, Forschender an der Pädagogischen Hochschule Kärnten, war bei der dreitägigen Konferenz vertreten. In seinem Vortrag „Challenging National Narratives with Memory Cultures of Minorities“ widmete er sich der Frage, wie Erinnerungskulturen von Minderheiten bestehende nationale Geschichtsnarrative hinterfragen und erweitern können. Darüber hinaus stellte Wutti gemeinsam mit Projektpartner:innen das CERV-Projekt RE4Healing vor und übernahm den Chair der Diskussion zum Film „The Shadows of Silence“, der zahlreiche Anknüpfungspunkte zu zentralen Fragen der Konferenz eröffnete.

Für Interessierte wird es noch eine weitere Gelegenheit geben, sich mit dem Film und seinen Themen auseinanderzusetzen: „The Shadows of Silence“ wird im Wintersemester 2026/27 auch an der Pädagogischen Hochschule Kärnten gezeigt. Damit bietet sich Studierenden und Mitarbeitenden der PHK die Möglichkeit, Fragen rund um Erinnerung, Identität und gesellschaftliches Schweigen auch im Rahmen der Hochschule weiter zu diskutieren. 

 

Fotokennung: PHK/ Wutti