4. Fachtagung für Schüler- und Bildungsberatung  |  20.05.2026

Schulen sind immer wieder mit Krisen und Ausnahmesituationen konfrontiert – ob nun durch Aggressionen, Mobbing oder Todesfälle bis hin zu Bombendrohungen oder Attentaten. Wie sollen Lehrer:innen also umgehen mit diesen Szenarien, und wie können sich Schulen bestmöglich vorbereiten?

Die 4. Fachtagung für Schüler- und Bildungsberatung an der Pädagogische Hochschule Kärnten widmete sich dem hochaktuellen Thema „Umgang mit Krisen an Schulen“. Organisiert wurde die Veranstaltung von Frank Telsnig (PH Kärnten) und Edith Ferijanz (Schulpsychologie Kärnten), durch das Programm führte Manfred Heissenberger (Schulleitung Polytechnische Schule Villach).

Schon in den Grußworten von der Leiterin der Schulpsychologie Ina Tremschnig sowie Vizerektorin Dagmar Unterköfler-Klatzer wurde betont, dass Schule als sicherer Ort langfristig gestärkt werden muss - insbesondere durch präventive Maßnahmen.

In ihrem Fachvortrag stellten Christina Zankl, Florian Juch und Christian Pöschl vom Team für Schulsicherheitsmanagement – eine Kooperation der Polizei und Schulpsychologie – ihre Arbeit im Bereich der Schulsicherheit vor. Thematisiert wurden unter anderem Krisenprävention, die Aufgaben von Krisenteams sowie konkrete Abläufe im Ernstfall.  

Am Nachmittag widmete sich die Psychologin Heidrun Nedoma dann der Begleitung von Schüler:innen nach belastenden Situationen. Der Umgang mit Belastung und Trauma, die Doppelbelastung von Lehrer:innen und die konkreten Erfahrungen bei der Begleitung und Aufarbeitung des Amoklaufs in Graz (Juni 2025) standen im Vordergrund des Vortrags.  

Den Abschluss bildete eine lebendige Podiumsdiskussion mit zahlreichen Praxisbeispielen und offenen Fragen aus dem Schulalltag. Die Tagung bot Raum für fachlichen Austausch, Vernetzung und gemeinsame Reflexion darüber, wie Schulen in herausfordernden Zeiten resilient und handlungsfähig bleiben können. Dabei wurde deutlich: Krisenprävention, funktionierende Kooperationen und gut vorbereitete Krisenteams sind zentrale Voraussetzungen dafür, dass Schulen auch in schwierigen Situationen ein sicherer und stabiler Ort für Kinder und Jugendliche bleiben. 

 

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Fotokennung: PHK/Obmann