Von 1. bis 3. Juli 2026 fand an der Universität Innsbruck die 10. Österreichische Berufsbildungsforschungskonferenz (kurz: BBFK) statt. Die Konferenz stand unter dem Leitthema „Quo vadis Arbeitswelt? Berufliche Praxis und berufliche Bildung auf dem Prüfstand“ und bot Wissenschaftler:innen, Praktiker:innen sowie Vertreter:innen aus Bildungsinstitutionen die Möglichkeit, aktuelle Entwicklungen, empirische Befunde und Zukunftsfragen der beruflichen Bildung zu diskutieren.
Die Pädagogische Hochschule Kärnten war bei der Konferenz mit zwei wissenschaftlichen Posterbeiträgen vertreten. Das Poster „Jung trifft Alt: Lernen durch Begegnung“wurde von Norbert Jäger und Gabriele Pliessnig erstellt und von Norbert Jäger in Innsbruck präsentiert. Der Beitrag thematisierte intergenerationelles Lernen, sozial-emotionale Kompetenzentwicklung, Berufsorientierung sowie Bezüge zu Pflegeberufen.
Ein weiterer Posterbeitrag wurde von Frank Telsnig gemeinsam mit Jürgen Bauer (PH Salzburg) und Sabine Zenz (PH Niederösterreich) erarbeitet. Unter dem Titel „Übergänge gestalten: Berufsorientierung und Berufswahlprozesse an der Polytechnischen Schule im Kontext dualer Ausbildung“ rückte das Poster die Bedeutung der Polytechnischen Schule für Berufsorientierung, Berufswahlkompetenz und den Übergang in die duale Ausbildung in den Mittelpunkt. In Innsbruck wurde der Beitrag von Frank Telsnig und Jürgen Bauer vertreten.
Am zweiten Konferenztag war die PH Kärnten zudem im thematischen Forum „Berufsorientierung an der Polytechnischen Schule in unsicheren Zeiten: Empirische Befunde und Impulse für die Bildungspraxis“ präsent. Gemeinsam mit Karin Heinrichs (PH Oberösterreich), Jürgen Bauer und Julia Niederfriniger (PH Salzburg) brachte Frank Telsnig aktuelle Forschungsergebnisse und praxisbezogene Impulse zur Berufsorientierung an Polytechnischen Schulen ein.
Im Zentrum des Forums standen empirische Befunde zur Entwicklung von Schüler:innen im Übergang von der Pflichtschule in weiterführende Ausbildungsgänge oder in die Berufswelt. Diskutiert wurden unter anderem Ergebnisse aus dem Projekt „Berufsorientierung an Polytechnischen Schulen“ (BePo) sowie Fragen der individuellen Förderung, der pädagogischen Diagnostik und der Gestaltung qualitätsvoller Berufsorientierungsprozesse an Polytechnischen Schulen.
Die Beiträge der PH Kärnten verdeutlichten die Bedeutung praxisnaher, empirisch fundierter Forschung für die Weiterentwicklung beruflicher Bildung. Besonders sichtbar wurde dabei, wie wesentlich gelingende Übergänge, tragfähige Berufsorientierung und die Zusammenarbeit zwischen Schule, Hochschule und weiteren Bildungsakteur:innen für junge Menschen am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn sind.
Fotokennung: PHK/ Telsnig
