Auszug aus dem Sparkling Science Projekt Mehrsprachigkeit in der pädagogischen Professionalisierung für den Kindergarten:
“Wie können Kinder in mehrsprachigen Kindergruppen bei ihrem Spracherwerb unterstützt werden? Und wie kann es gelingen, das gesamte sprachliche Repertoire aller Kinder zu fördern? Mehrsprachigkeit im Kindergarten ist ein gesellschaftlich und bildungspolitisch hoch relevantes Thema, dem auch besondere Bedeutung für den Übergang in die Schule zugeschrieben wird. Elementarpädagog*innen haben die komplexe Aufgabe, Kinder in ihren Deutschkompetenzen zu stärken und ihre Mehrsprachigkeit zu fördern. Um mehr über Möglichkeiten und Herausforderungen dieser pädagogischen Arbeit zu erfahren, erforscht das Projekt Mehrsprachigkeit in der pädagogischen Professionalisierung von Elementarpädagog*innen. Zwei Gruppen unterstützen das wissenschaftliche Team: Schüler*innen einer berufsbildenden höheren Schule für Elementarpädagogik führen im Rahmen ihrer Praktika kleine ethnographische Studien in Kindergärten durch, und Elementarpädagog:innen, die in Kärntner und Südtiroler Kindergärten arbeiten, bringen ihre Erfahrungen mit Mehrsprachigkeit und sprachlicher Bildung aus ihrer Arbeit im Kindergartenalltag ein. Die gewonnenen Daten bilden die Basis für neue wissenschaftliche Erkenntnisse über die Ausbildung von Elementarpädagog*innen in Migrationsgesellschaften. Zudem werden Empfehlungen für die pädagogische Praxis formuliert und ein Weiterbildungskonzept für Elementarpädagogik in mehrsprachigen Regionen entwickelt.”
Am 19. September 2025 präsentierten Schüler:innen des BAfEP Kärnten die Ergebnisse ihrer Forscher:innentätigkeit. Die Jugendlichen hatten mit ethnographischen Methoden untersucht, wie Sprache im pädagogischen Alltag gelebt wird. Einen besonderen Fokus hatten sie dabei auf das Slowenische gelegt. So zeigte sich, dass die slowenische Sprache oft eine unterschätzte Brücke zwischen Kulturen bildet. Die Ergebnisse zeigen eindrucksvoll, wie Kinder spielerisch zwischen Sprachwelten wechseln - und wie wichtig die Rolle pädagogischer Fachkräfte als Sprachvermittler:innen ist.
“Das Projekt beweist, dass forschendes Lernen schon in der Ausbildung gelingen kann - mit Neugier, Engagement und einem klaren Ziel: einer inklusiven, sprachsensiblen Pädagogik für die Zukunft”, wie Magdalena Angerer-Pitschko, Leiterin des Instituts für Geisteswissenschaften und kulturelle Bildungund Mitglied des Projektteams, in ihren Eröffnungsworten betonte.
Fotokonnenung: Mein Bezirk/Evelyn Wanz
