Professionelles Handeln im Bildungssystem entsteht nicht „von selbst“: Es entwickelt sich dort, wo Theorie- und Praxiswissen gezielt miteinander verschränkt und berufliche Erfahrungen systematisch reflektiert werden.

Genau hier setzt das aktuelle Forschungsprojekt mit dem Titel „Reflexion als Vehikel für Professionalisierung – Empirische Einblicke in Schulentwicklungsberatung, Schulleitungslehrgänge und Communities of Practice“ des Instituts für Entwicklung und Management im Bildungswesen an.

Das Forscher:innenteam nimmt Professionalisierungsformate der Pädagogischen Hochschule Kärnten in den Blick und untersucht, wie Reflexion stattfindet – in Lehrgängen, in Schulentwicklungsberatungsprozessen und in kooperativen Formaten schulischer Praxis. Reflexion wird dabei nicht als „Nachdenken nebenbei“ verstanden, sondern als strukturierter, analytischer Prozess, der professionelles Handeln steuert, entlastet und Weiterentwicklung ermöglicht.

Untersucht werden Hochschullehrgänge für Schulleitungen sowie Schulentwicklungsberatungsprozesse, die mit Bedarfsanalyse und Clearing starten und von kurzen Interventionen bis zu langfristiger Begleitung reichen. Außerdem auch Formate, die sich als „Communities of Practice“ beschreiben lassen – etwa ARGE-Sitzungen –, in denen Praktiker:innen gemeinsam an realen Herausforderungen arbeiten, Erfahrungen teilen und neues Handeln erproben.

Ziel des Projekts ist es, zentrale Elemente guter Reflexionspraxis herauszuarbeiten, Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Formaten sichtbar zu machen und daraus einen tragfähigen Orientierungsrahmen abzuleiten. Dieser soll künftig die Konzeption und qualitätsvolle Weiterentwicklung von Professionalisierungsangeboten an der PH Kärnten unterstützen – praxisnah, wissenschaftlich fundiert und zukunftsorientiert.

 

Projektteam
HS-Prof.in DDr.in Karin Sonnleitner, MA (Projektleitung)
Prof.in Dr.in Sarah-Maria Rotschnig, BA BA MA
Prof.in Marie-Helen Kitz, BA MA

Projektlaufzeit
Oktober 2026 - September 2029

Bei Interesse bitte bei der Projektleiterin Karin Sonnleitner melden.