Bereits mit Ihren Begrüßungsworten zur diesjährigen Interaktion Elementar Kärnten machten Landesrat Mag. Peter Reichmann, Rektor Dr. Sven Fisler, Direktorin der BAfEP Mag.a Barbara Graber und BEBEK-Vorstandsmitglied Belinda Ratz deutlich, wie wichtig die elementare Bildung für unsere Gesellschaft ist und welchen zentralen Aspekt die Kooperation aller im System Verantwortlichen darstellt.
Kooperation baut auch auf gemeinsamen Verständnissen von Qualität und 250 Interessierte aus allen Ebenen des elementarpädagogischen Feldes - von den Tageseltern über Assistent:innen und Elementarpädagog:innen, Auszubildenden und Verantwortlichen in Aus- und Weiterbildung bis hin zu Verantwortlichen bei den Trägerorganisationen und in der Fachberatung - kamen am 24.01.2026, dem Tag der Elementarbildung, einem solchen gemeinsamen Verständnis einen Schritt näher.
Mit jungen Kindern zu arbeiten bedeutet sie auch zu berühren und sie zu bewegen. Prof.in Dr.in Dorothee Gutknecht stellte in ihrem Vortrag dar, welcher Anspruch an professionelles Handeln damit verbunden ist. Nicht jeder erlebt Berührungen gleich und daher braucht es viel Fingerspitzengefühl und eine aufmerksame Wahrnehmung der Signale des Kindes, um angemessen darauf zu antworten. Fachkräfte müssen, so die Vortragende, Strategien zur eigenen Stressbewältigung üben, um die eigene Anspannung nicht beim Berühren und Bewegen der Kinder abzuleiten, sondern mit Kindern einen entwicklungsförderlichen Berührungsdialog zu pflegen.
In Diskussionen in Kleingruppen wurden diese Impulse aufgegriffen und reflektiert oder weitergeführt, wie auch die entstandene Wortwolke zeigt. Daran anschließend nahm Ulrike Brocza von der Österreichischen Montessori Akademie die Teilnehmer:innen mit, um die Raumgestaltung und das Erleben von Raum und Material aus der Kinderperspektive zu betrachten. Sie zeigte auf, dass mehr Klarheit und Reduktion zu mehr Sicherheit und Stressreduktion beitragen und vor allem wie das Verhalten von Kindern auch als Antwort auf Raumgestaltung und Materialangebot zu verstehen ist.
Viele positive Reaktionen zeigten, dass mit diesen Inhalten für die praktische Arbeit sehr relevante Bereiche angesprochen wurden, die nicht nur von den einzelnen Fachkräften und Leitungen, sondern auch auf anderen Ebenen des Systems bedacht werden müssen.
